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Das Porträt Papst Benedikt XVI. von Michael Triegel in Regensburg

Das vielbesprochene Werk von Michael Triegel kommt an

PapstportaitSeit 17. November 2011 hat das Porträt Papst Benedikts XVI. seinen Platz im Institut Papst Benedikt in Regensburg. Vor zahlreichen Besuchern konnten im April Bischof Gerhard Ludwig Müller und der Künstler Michael Triegel im Museum St. Ulrich das Gemälde vorstellen. Zu einer Ausstellung in Frankfurt und anlässlich des Papstbesuchs in Deutschland ging das Werk noch mal auf Reisen: Es wurde bis Oktober bei einer Sonderpräsentation im Angermuseum Erfurt gezeigt.
„Michael Triegel wird Benedikt XVI. malen“: Diese Pressemeldung sorgte im Frühjahr 2010 für manche Schlagzeile. Und ebenso die Worte, mit denen der Papst den aus Leipzig angereisten Künstler humorvoll begrüßte: „Sie sind also mein Raffael!“ Der Renaissancemaler Raffael hatte 1511 Papst Julius II. als tatkräftigen Greis in einem Lehnstuhl sitzend dargestellt und damit einen lange verbindlichen Typus des Staatsporträts geschaffen. Das Gemälde hängt heute in der National Gallery in London. Der 1968 in Erfurt geborene Michael Triegel, Vertreter der Neuen Leipziger Schule, malte das Porträt von Papst Benedikt XVI. im Auftrag des Bistums Regensburg.

Michael Triegel hat den Papst als Lehrer dargestellt, sehr reduziert, konzentriert auf Gesicht und Hände. Ihm sei, sagt er, bei den ersten Studien und Zeichnungen klar geworden: „Das Amt malst du immer mit, aber es geht um den Menschen.“ Wie das berühmte Vorbild ist auch bei Triegel der Porträtierte im Lehnstuhl sitzend gezeigt, jedoch in schlichter weißer Soutane. Den mit bis zu acht Lasuren in leuchtendem Rot gestalteten Bezug der Stuhllehne schmückt das Granatapfelmuster, ein altes christliches Sinnbild für die Auferstehung Christi, Symbol des Lebens und der Liebe. Das Wappen Benedikts XVI. wird zum Teil dieses Musters. Der Papst blickt den Betrachter an – mit der vom Künstler empfundenen und kraftvoll wiedergegebenen Intensität, „mit der der unseren Blicken Ausgesetzte zurückschaut."

Die Auftragsarbeit des Bistums wurde für das Institut Papst Benedikt XVI. in Regensburg angefertigt. Direktor Prof. Dr. Rudolf Voderholzer nahm nun das Kunstwerk endgültig in Empfang. Das Institut unterstützt Bischof Gerhard Ludwig Müller als Herausgeber der gesammelten Schriften Joseph Ratzingers im Auftrag des Heiligen Vaters.

Bischof Gerhard Ludwig drückte dem Künstler seine Anerkennung aus. Michael Triegel habe auf wundervolle Weise das Bild des Petrusamtes getroffen. Dabei kämen dessen Mission, die Einheit mit Christus sowie die gereifte Lebenserfahrung voll zum Ausdruck. Dies stehe über aller müden Skepsis und Dekadenz in unserer gegenwärtigen Welt. Der Heilige Vater sei gezeichnet nicht als sklavischer Diener des Buchstabens, sondern als kraftvoller Diener des Wortes.
Der Bischof stellte bei der Vorstellung des Porträts die Frage: „Was bedeutet äußere Schönheit? Was ist die Wahrheit über einen Menschen?“ Das Evangelium, das vom ewigen Wort hervorkommt, sei nicht abhängig von der äußeren Erscheinung. Der Bischof erklärte, aus dem Bild leuchte der Geist des Papstes hervor. Außerdem sei der Heilige Vater deutlich als Diener des Wortes, als Diener des Logos zu erkennen, der Wahrheit ausstrahlt. So werde sichtbar, was Benedikt XVI. trägt und beflügelt. Bischof Gerhard Ludwig hob das handwerkliche Können des Künstlers hervor: „Ich habe hohen Respekt vor Ihrem Können."

 

 

Die Hand des Papstes ruht auf einer Lehne, die den Bart eines Schlüssels assoziiert. Der Papst stützt sich auf Petrus.

 

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